gedichtekiste

... Wie Du sicher schon gemerkt hast, mag ich Gedicht sehr. In meiner "Gedichtekiste" findest Du eine kleine Sammlung von verschiedenen Stücken...

 

...Ich hoffe, dass sie Dir genau so gefallen wie mir...

 

 

 

LIEBESKUMMERGEDICHTE

 

Heinrich Heine

Anfangs wollt` ich fast verzagen,
Und ich glaubt`, ich trüg` es nie;
Und ich hab` es doch getragen, -
Aber frag mich nur nicht: wie?

Erich Kästner

Sachliche Romanze

Als sie einander acht Jahre kannten
(und man darf sagen: sie kannten sich gut),
kam ihre Liebe plötzlich abhanden.
Wie andere Leuten ein Stock oder Hut.

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wußten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken.
Er sagte, es wäre schon Viertel nach Vier
und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken.
Nebenan übte ein Mensch Klavier.

Sie gingen ins kleinste Café am Ort
und rührten in ihren Tassen.
Am Abend saßen sie immer noch dort.
Sie saßen alleine, und sie sprachen kein Wort
und konnten es einfach nicht fassen.

Heinrich Heine

Schöne, helle, goldne Sterne,

Grüßt die Liebste in der Ferne,

Sagt, dass ich noch immer sei,

Herzekrank und bleich und treu.

Karl Karolow

Als liebte man sich noch immer

Als liebte man sich noch immer,
als hätte man nie verzichtet
und was man angerichtet,
doch nur vergeblich geschlichtet;
wir wissen nun und für immer,
was uns am Ende vernichtet.

Wir lassen auf uns beruhn.
In Wahrheit sammeln wir Scherben.
Und was auch immer wir tun:
wir werden geprüft vorm Sterben.

Friedrich Rückert

Ich hab` es allen Büschen gesagt,
Und hab` es allen Bäumen geklagt,
Und jeder grünenden Pflanze,
Und jeder Blum` im Glanze.

Und wieder von neuem klag` ich es,
Und immer von neuem sag` ich es,
Und immer haben indessen
Sie wieder mein Leid vergessen.

Vergessen bist du in diesem Raum
Von Blum` und Pflanzen, Busch und Baum,
Nur nicht von diesem Herzen,
Kind meiner Wonne und Schmerzen.

Fernando Pessoa

Ich hab` dir mein Herz anvertraut,
Und wie hast du es mißhandelt!
Du hast es für dich behalten,
Nachdem du es ganz verschandelt...

Wilhelm Müller

Gefrorene Tränen

Gefrorene Tränen fallen
Von meinen Wangen ab:
Ob es mir denn entgangen,
Dass ich geweinet hab?

Ei Tränen, meine Tränen,
Und seit ihr gar so lau,
Dass ihr erstarrt zu Eise,
Wie kühler Morgenthau?

Und dringt doch aus der Quelle
Der Brust so glühend heiß,
Als wolltet ihr zerschmelzen
Des ganzen Winters Eis?

Peter Rühmkorf

All dein Glück wie nie gewesen,
Aller Schmerz wie nicht von hier,
Und da möchtest du es schon mal lesen,
dass es jemandem so ging wie dir.

FREUNDSCHAFTSGEDICHTE

 

Was ich dir wünsche !

Ich wünsche Dir nicht
alles Glück der Welt,
alles Liebe und nur das Beste!
Auch kein Leben
ohne Sorgen und Probleme!
Doch ich wünsche Dir die Kraft,
um alle Tiefen zu überwinden,
den Mut, immer
nach einer Lösung zu suchen,
die Möglichkeit,
einen Ausweg zu finden!
Möge sich immer
ein Türchen öffnen
und ein helles Licht erscheinen!
Ich wünsche Dir
ein Strahlen in die Augen,
ein Lächeln um die Lippen,
den Wind im Rücken
und die Sonne im Gesicht!
Ich wünsche Dir,
das Du die Hoffnung
und Deinen Träume
einschließt und ewig bewahrst,
Und auch, das Dein Herz
Deinen Verstand immer besiegt! 
 

c/unbekannt

...Hier nun ein paar Gedichte von Meike...DANKESCHÖN =)

 

Kein Mensch ist es wert wegen ihm zu weinen, lässt er es aber zu halte den Kopf oben,damit deine Tränen nicht tiefer sinken als er.

Es ist leicht, jemanden zu lieben den man zum ersten mal gesehen hat.

Aber es ist schwer jemanden zuvergessen, den man einst richtig geliebt hat!!!

Du hattest Tränen im Gesicht, als du ihm sagtest, "Ich liebe dich!". Doch er beachtete sie nicht. Seine Freunde schauten dich spottend an, du fragtest dich, was hab ich getan?? Du wolltest dich ihren Blicken entziehen, in eine andere Welt entfliehe´n. Dein Herz war so leer und leben wolltest du auch nicht mehr. Du fingst an zu haschen und nammst Heroin und alles wegen ihm! Deine Eltern merkten es bald und steckten dich in eine Entziehungsanstalt. Du hörtest den Zug kommen,du sahst auf die Schienen,völlig versonnen. Du liesst dich fallen,ein Todesschrei. Mit deinem kurzem Leben war es vorbei. Zu Spät stand er an deinem Grab,mit Tränen im Gesicht flüsterte er leise "Ich liebe Dich!!!!!!!!"

So wie der Regen

So,wie der Regen von draussen gegen die Fensterscheiben schlägt, so fallen ungezählte Tränen auf ein Blatt Papier.

Das, was darauf zu lesen war.... ist nicht mehr da.

Nur sie...sie weiss..was darauf stand. Mit Wehmut liest sie die gelöschten Worte:

Ich Liebe Dich....

(in endless love to felix)

 

Manchmal haßt man den Menschen, den man am meisten liebt weil er der einzige ist, der einem wirklich weh tuen kann!!

 


Laß mein Aug den Abschied sagen,

Den mein Mund nicht nehmen kann!

Schwer, wie schwer ist er zu tragen

Und ich bin doch sonst ein Mann.

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

Wenn du fort bist

gehe ich in den Garten
und setze mich
zu meinem Schatten
ins Gras dann
halte ich
seine Hand und
klage ihm
wie sehr
ich dich vermisse

(Helga Mandel)


Liebe

ein sensibles Wesen
weist Forderungen von sich
mag überrascht werden
stirbt den Hungertod
durch unerfüllte Träume
will ermutigt werden
fliegt davon
wenn Abhängigkeit
ihr den Boden entzieht
wehrt sich gegen Bedingungen
überlebt
ausschließlich
in freiem Raum

(Helga Beurer)


Abschied

Du hattest die Sonne
für deinen Abschied bestellt
du gingst langsam
über abgeerntete Felder
warst nur noch Fotografie
oder auch Vogelscheuche
in einem fremden Garten
auf dünnen Beinen
gingen meine Worte dir nach

Ich stand
gelehnt an unser Muschelhaus
und wußte nicht einmal
ob du weintest

Du gingst unabänderlich
und ich lebte weiter

(Günter Born)

Nebel

Ich laufe durch den nebel
vor den schüssen fort
suche einen bunker
warte auf den waffenstillstand
doch der krieg ist in mir selber

(Martina Henschel)


Lautloser Widerstand

Das Wasser muß dulden,
wenn kantige Steine
den Weg versperren.
Es ändert den Lauf,
fließt seitlich vorbei.
Der Kluge gibt nach.

Doch auf gibt es nicht,
kämpft stetig und stumm,
den Gegner zerreibend.


Die Stärke des Wassers
ist seine Geduld;
die Zeit ist mit ihm.

Geschliffene Steine
werden die Ohnmacht
der Härte bezeugen.

(Anna Six)

Wellen

Der Wind fegt wild über den See,
bedrohlich schlägt dieser hohe Wellen.
Ohne den Wind wird der See
wieder friedlich und ruhig.

Der Wind kommt,
der Wind geht. . .,

wie deine Angst.
(Manuela Stier)

Hinweis:

Das Copyright der Gedichte liegt bei dem jeweiligen Dichter!



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